Dienstag, 18. März 2025

180. Vollmond auf der Dagens 2

 Dem Leben Farbe hinzufügen!

Bernadette war einen ganzen Monat lang in der Schweiz.
Heinz blieb alleine 3 Wochen auf der Dagens 2.
Die letzten 5 Tage kam er dann in die Schweiz 
und zusammen fuhren wir wieder zurück nach Kudelstaart.


Bernadette konnte das Schifffahren nicht lassen.
Auf dem Thunersee mit Alexandra, Lorianne und Elodie
genoss sie eine herrliche Fahrt von Spiez nach Thun.

Mürren, 8. März 2025 


Bernadettes Ausflug nach Mürren begann sehr winterlich,
trotzdem angenehm zum Wandern.

Bernadette mit Elodie und Erich mit Lorianne.

Bei Sonnenschein konnten wir draussen lunchen, 
mit schönen Gesprächen und in angenehmer Gesellschaft. 
Wir trafen Familie Wyss und Freunde aus Basel und Mürren.
 Die Zeit ging viel zu schnell vorbei.

Bernadette erlebte in der Schweiz mit Freunden und Familie
herrliche Momente, bei Geburtstagsfeiern und mit
sehr bewegten Gesprächen beispielsweise
über die Frage: wie weiter, wenn der Alltag 
einem nicht mehr zuhause leben lässt?


In solchen Gesprächen halfen immer wieder auch
die Frühlingsblüher wie die angeblich  in Bern gezüchteten, 
gefüllten und tief farbigen Primeli, die man nicht anders als
mit einem wohltuenden und freudigen Lächeln betrachten konnte.


Ein weiterer farbiger und fröhlicher Moment war,
 als Elodie zum Ersten mal auf ihren
wackeligen Beinchen selbständig 
dem Grosi entgegen lief. 

Wenn Lorianne nicht gerade als Pippi Langstrumpf, 
oder bewegungsfreudiges Mädchen unterwegs war


malte sie zusammen mit dem Grosi.

 Lorianne, März 2025


Spazieren gehen ist stets lustig bei
"Engeli - Engeli flüüg uus!"
mit dem Götti und dem Grosi.


Besuch bei einem Bauernhof mit Hochlandrindern ob Steffisburg.


Auch die Hof-Katze fragte nach Aufmerksamkeit und 
strich mit ihren weißen Pfoten um uns herum. 


 Spielen, bewegen, singen, 


Verkäuferlis spielen


lachen, essen, schlafen.
Alles super Farbtupfer in diesem Monat.


Für ein überraschendes Erlebnis sorgte Therese,
 die Schwester von Bernadette. 
Sie hatte vor einiger Zeit mit viel Eifer gewoben, gestrickt und genäht, 
sich aber jetzt anderen Interessen zugewandt. 
Sie brachte ihren Materialvorrat vorbei.
 Es war eine grosse Auswahl an Wolle, welche 
Bernadette mit ihrer Freundin Brigitte zusammen sortierte und
 dafür neue Verwendung suchten. 
So konnten sie viel davon an Institutionen, Betagtenheime, 
Schulen und jungen Menschen weitergeben,
die einfach Freude am Stricken hatten.

Zuvor zweigte Bernadette ein paar rosa und lila Wollknäuel ab,
 um Lorianne und Elodie Mützen und Stirnbänder zu stricken.



Mit den Zpagetthi-Schnüren häkelten Hannes und Bernadette
Sitzkissen.


In der Zwischenzeit erlebte Heinz in Kudelstaart 
einen fröhlichen Geburtstagabend, zu dem Shila, 
unsere Schiffsnachbarin und Frisörin,
 und Peter, ebenfalls Hafenbewohner, eingeladen hatten.

 
Peter ist auf Dagens 2 ein treuer Gast und hat uns auch 
schon mit seinem Gitarrenspiel an Bord erfreut.

Heinz besuchte in Aalsmeer das Museum "Flower Art".
Polnische Künstler, die allesamt in den Niederlanden wohnen, haben 
verschiedene Bilder ausgestellt, und unter anderem auch eine 
Hommage an Claude Monets Seerosen. 


Die Künstlerin Dorata Roszkowska  empfindet die inneren 
akustischen Schwingungen der Erde nach und bringt sie ins Bild 
unter Verwendung von Acryl Farbe, Blattgold und Schlagmetall.


Auf einem Spaziergang entlang der Amstel sah Heinz bei einem Bauernhof 
ein Rudel Alpaka, konnte einen Silberreiher vor die Linse kriegen und


ein besonders schönes Exemplar einer Windfahne fotografieren.


Nach einer gemeinsamen Fahrt von Luterbach nach Kudelstaart genossen wir von 
unserem Steuerhaus aus ein paar herrliche Sonnenuntergänge.


Es war eine stabile, sonnige Wetterlage, die so sehr nach warmen Frühlingstagen aussah, 
die uns aber konstant tiefe, winterliche Temperaturen... 


... und den 180. Vollmond auf der Dagens 2 bescherte.




















Montag, 20. Januar 2025

Winterlust - kaum Winterfrust

 Winterlust statt Winterfrust zwischen dem 177. und 178. Vollmond


Wir fuhren Mitte Dezember bei sehr starkem Wind nach Haarlem und feierten 
mit unseren Familien Weihnachten und Neujahr.
Vorerst recherchierte Heinz mit viel Zeit Aufwand, auf welchem Fahrweg 
wir nach Haarlem kommen könnten. 
Von 4 Varianten gingen 2 wegen Bauarbeiten 
fahrtechnisch nicht,  1 Variante dauerte 2 Tage. 
Dann kam ein Tag vor der Abfahrt die Nachricht, 
dass die erste und schnellste Variante jetzt doch geöffnet sei. 
Also los gings, übers Westeinderplassen, bei heftigem Gegenwind, 
und dann auf die Ringvaart, über die Spaarne nach Haarlem.

Vor der Lissebrücke hatte uns einen kleinen Pfahl «hops genommen». 
Dieser jüngs gesetzte Pfahl hinterliess Spuren an unserer Bordwand. 
Wir schmirgelten und malten dies bei frühlingshaften Temperaturen 
am 17.12.2024 in Haarlem. Der private Eigner 
dieses übermütigen Pfahls wurde durch Heinz informiert,

Also der Pfahl steht ein wenig schief. 
Der Eigner schaut mit der Wasserbaufirma weiter 
und wir orientierten die Versicherung. Alles lief in Minne ab.

Die Brücken gingen so herrlich auf, wir mussten nirgends lange warten. 
So konnten wir die Aussen-Weihnachtsdekoration bei der Dagens 2 
schön hängen lassen. 
Auch waren wir fast die einzigen, die unterwegs waren.

Blick vom Korte Dijk nach der Stadt Haarlem

An unserem Lieblingsplatz Korte Dijk konnten wir anlegen, 
was wie ein Nachhause-Kommen war.
Nun konnten wir uns ganz auf unsere Gäste freuen, 
die wir über Weihnachten und Neujahr erwarteten.
Auf der Dagens duftete es herrlich, nach 
Marzipan-Guezli und Zimtsterne. 


Was dieses Jahr gar nicht gelang, waren die glutenfreien Lebkuchen.
Backfrust

Wir bekamen ab und zu auch immer wieder Besuch 
von Rosmarie und Rinze Marten. 
Wir spielten zusammen auf unserem Schiff 
oder wurden von ihnen eingeladen zum Spielen und Essen.
Auch haben sie uns ihre Duplo gebracht für unsere Enkelinnen. 
Die Duplo erwiesen sich als das geniale Spielzeug 
für diese Zeit mit unseren Enkelinnen.
Winterlust

Auch besuchte uns der lanjährige, treue Freund Pam, 
der ganz in der Nähe von Haarlem wohnt.
Wir hatten Strom und Wasser ganz in der Nähe zum Tanken.

Doch dann, alls unsere Familien da waren, die aus Schweden 
und Hannes aus der Schweiz,
 
 hatten wir unvermittelt keinen Landstrom mehr und auch 
die Wasserversorgung machte schlapp, 
all dies am 24.12.2024. Winterfrust

Die Hafenmeisterin kam vorbei. 
Bei Kaffee und selbst gemachten Guezli 
lösten wir diese Herausforderung glücklich, 
indem wir mit unserer Dagens 2 
nordwärts unter 2 Brücken durchfuhren 
und an einen Charterboot-Steg festmachen durften.
Winterlust


Da gab es eine stabile Stromversorgung und Wasser konnten 
wir effizient tanken.  
In dieser Zeit waren unsere Gäste  im Frans Hals Museum. 
Sie durften dann am neuen Liegplatz wieder auf der Dagens 2 einchecken.
Winterfreude

Wintersturm. Er wehte viel Sand auf die Dagens 2. Dieser
stammte von der Tage zuvor gerade neu nivellierten 
Strasse mit Kopfsteinpflaster und 
sammelte sich gehäuft an allen windgeschützten Stellen auf dem Deck.



Sogar bis unten in die Schiffs-Stube fand der Sand seinen Weg. 
Diese war warm und festlich dekoriert. 
Sie war voller Menschen mit Gelächter und Fröhlichkeit. 
Vor allem die 3 Enkelinnen spielten lustig und 
voller Bewegungsdrang in der Stube hin und her.


Als Bernadette diesen Sand wegholen wollte, 
ging der Staubsauger kaputt. Winterfrust
In Haarlem konnten wir leicht einen Ersatz finden. Winterfreude

Wir feierten Weihnachten, besuchten bei Tageslicht mit allen Gästen 
die Bavo Kirche und bewunderten die Müller Orgel 


sowie das herrliche Kirchenfenster im Querschiff.
Winterfreude


Bernadette und Heinz besuchten die Mitternachts-Predigt in der Bavo Kerk.
 Rosmarie und Rinze Marten sangen im Chor mit. 
Vorgängig kamen wir in den Genuss eines herzerwärmenden 
Orgelkonzertes in der eher frostigen Bavokirche. nicht beheizbar

Am Nachmittag des 25.12.24 feierten wir den 
ersten Geburtstag unserer dritten Enkelin Elodie
Winterfreude

 

Familie von Erich mit Alexandra, Lorianne und Elodie.


Danach konnte das traditionelle Weihnachtsfest begingen, 
mit dem Chinesischen Fondue. Herrlich diese Tafelrunde.
Essens Freude


Alle zusammen genossen wir tags darauf in Amsterdam 
das "light Festival" auf einem Rundfahrt-Boot durch die Grachten. 
Der Kapitän von diesem Boot machte live den Kommentar 
zu den dargestellten Licht-Installationen. 
Er machte dies mit viel Freude und Humor. 
Wiederum Winterlust


Wir spielten mit den Schwiegereltern von Rainer, Tomas und Lena, 
viel am Abend, wenn alle Söhne das Schiff wieder mit oder ohne Familien 
verlassen hatten. 
Lena und Tomas spielten sehr gerne. 
Nur gewinnen, das war zu diesem Zeitpunkt 
Bernadettes unglaubliches Glück. 
 Das veranlasste Tomas zur Feststellung, dass Spielen ja toll sei, 
aber gewinnen sei ab und zu auch schön!


Dann hiess es schon wieder Abschiednehmen 
von unseren Gästen aus Schweden. 

Die junge Familie 
von Rainer flog nach Stockholm zurück, 
was reibungslos verlief.


Tomas und Lena, die nach Göteborg fliegen wollten,
mussten kurz vor Aufbruch davon Kenntnis nehmen, 
dass ihr Flug gecancelt sei.

Im gleichen Moment hatte die Häckslerpumpe
unserer Gäste Toilette einen totalen Aussetzer. 
Heinz und Hannes bauten unsere ReservePumpe ein.
Ja, das war für unsere Gäste nicht gerade super, aber die  
 zweite Toilette an Bord war weiterhin benutzbar.

Den Flug neu zu buchen, war eine prickelnde Herausforderung. 
Am Schluss klappte es dann und alle konnten in Schiphol, 
am gewünschten Tag abfliegen. 
Alle kamen sicher am Ziel an, Lena und Thomas allerdings 
erst in den frühen Morgenstunden.


Mit Hannes und Erichs Familie besuchten wir 
danach noch das Cruquius Pumpwerk.


und beendeten diesen interessanten Nachmittag mit einem Zvieri 
im Restaurant neben dem Pumpwerk,

Irgendwann arbeitete zwei Mal die Heizung nicht mehr.
Heinz wechselte die Batterien des Thermostates und entdeckte zusätzlich, 
dass der Wärmetauscher im Heizkreislauf irgendwo leckte. 
Er telefonierte mit dem Heizungsmonteur von Buur's Scheepstechniek, der 
eine Woche später nach Haarlem kommen konnte. 
Er reparierte den Haarriss in der Zuleitung, 
erneuerte die Zerstäuber-Düse am Brenner und machte eine Abgaskontrolle. 
Diese war in Ordnung.
Winterfreude

Wir feierten Silvester und Neujahr mit Gerda und Toni aus Dordrecht.


Den ganzen Abend durften wir Oliebollen essen, 
was offenbar in Holland zu Silvester Tradition ist.
Aber es müssen die Echten sein. 
Rosmarie hatte sie für uns gebacken. 
Unsere holländischen Gäste waren von diesen 
feinen Oliebollen begeistert.
Silvester-Abend war gerettet. In der Zeit vor Mitternacht 
und als Ablenkung vom 
Böller-Knattern auf den Strassen schauten wir uns 
den Film «Amadeus» an.

Den Neujahrstag begannen wir mit dem 
Neujahrskonzert  der Wiener Philharmoniker 
und am Abend sahen wir über Video das Ballet «Copélia». 
Danke Toni für diese gute Idee und 
das Mitbringen der zwei Videokassetten.

Auch gespielt haben wir, natürlich Brandy Dog. 
Diesmal hatte Bernadette nicht mehr so viel Glück.
Gelacht hatten wir trotzdem viel an diesem windigen, regnerischen 
und unfreundlichen ersten Tag des Jahres 2025.


Wir durften in Absprache mit dem Hafendienst 
unseren Aufenthalt in Haarlem verlängern. 
Dies ermöglichte uns noch einen sonnigen Spaziergang in den Dünen.

 
Am 11.1.2025 hiess es dann "Leinen los!". Diese aber waren am Poller angefroren, 
und es brauchte Heinzes Kraft mit 
Hin- und Herrütteln, bis sie sich doch irgendwie lösten.

Was für einen Rückreisefahrtag! 

Mit Aart aus Kudelstaart und Rinze Marten aus Haarlem 
konnten wir fast planmässig unter der Langen Brücke durch.

Die Dagens 2 wurde zur kleinen Eisbrecherin.

Wir waren euphorisch berührt, 
von diesem Licht,
 von dieser klaren,  kalten Luft.


Kein Wind.
Nur Natur- Welch eine Freude, welch ein Luxus!
Winterluxus


In dieser Euphorie, es war Samstag,
hörten wir den Brückenwärter in Leiden sagen, dass die Brücken 
samstags um 13 Uhr schliessen. Es war noch nicht zu spät und wir sagten, 
nach Planung müssten wir es schaffen.
Aber dann vergass er uns  bei der übernächsten Brücke. 
Nach einer Stunde kam sein Kollege und liess uns doch noch durch.
Aber bei der nächsten Brücke in Koudekerk, die um 14 Uhr schloss, 
kamen wir wegen diesem Zwischenhalt gerade 15 Minuten zu spät an.



Wir legten an und kaum waren wir da,
 besuchten uns Paul und Susanne, 
die Crew der Tarahumara aus Kudelstaart. 
Sie hatten auf ihrem Navi gesehen, dass wir angelegt hatten. 
Auch mit ihnen spielten wir eine Runde Brandy Dog, 
und fröhliches Lachen begleitete uns dabei, 
das tat bis in den kleinen Zehen gut.
Lebenslust

Am Sonntag fuhren wir mit dem öffentlichen Verkehrsbus 
nach Leiden und besuchten 
im Japanmuseum Siebolthaus die 
Ausstellung "Vormen en Formaten" von japanischen Drucken.


Kunst Freude

Der Montagmorgen kam und wir passierten 
nach 09.30 Uhr die Brücke in Koudekerk.


Auch brach die Dagens 2 auf dem Oude Rhijn wieder 
eine dünne Eisschicht, wie am Samstag. 
Das tönte so, als seien ganz viele Spatzen zwitschernd rund um uns.
Hör - Lust


Die Weesteinderplassen sind so ruhig.
Augen-Weide


Ganz am Horizont erwarteten uns Susanne und Paul. 
Vorfreude
Paul machte die folgenden Fotos und Susanne half uns anlegen.


Hier wiederum eine ganz dünne Eisschicht im Hafen.


Ohne Wind und mit Hilfe von Aussen ging es wirklich seidenweich,
 um am Steg anzulegen.


Dann: Einrichten des Stromkabels,
 restlichen Sand von Haarlem 
wegputzen und Entspannung nach dem Ankommen
 an unserem Liegeplatz in Kudelstaart. 
Hier bleiben wir sicher für die nächsten 2 Wintermonate.

Winterlust und kein Winterfrust


Ankerumarmung statt Ankerbier!

Es gibt immer eine Lösung!

Foto: Bernadette

13.1.2025
178. Vollmond auf der Dagens 2 in Kudelstaart


180. Vollmond auf der Dagens 2

  Dem Leben Farbe hinzufügen! Bernadette war einen ganzen Monat lang in der Schweiz. Heinz blieb alleine 3 Wochen auf der Dagens 2. Die letz...